An manche Worte erinnert man sich

An manche Worte erinnert man sich, als hätte man sie gestern gehört.
2009, während der Ausbildung zum Mediengestalter, sagte Yuki, jemand, der mir auch nach 17 Jahren jetzt irgendwie sehr nah ist:
„Zerstören ist einfach, probier doch mal, etwas zu erschaffen, zu bauen und zu formen.“

Diese Worte bezogen sich auf VFX und die Tatsache, dass Shatter- und Demolition-Tools in 3ds Max, wie das Rayfire-Plugin, sehr einfache Methoden sind, um Objekte benutzerdefiniert zu zerstören.

Seltsam ist einmal, dass ich so viele Jahre danach heute daran denken musste, und seltsam ist auch, wozu diese Worte die Einleitung bildeten.

Den Fakt, dass ich bereits 2011 mit Uwe Hesse an Animationen für Starlight Express und anschließend für Kein Pardon – Das Musical arbeiten konnte und makellose Motion Graphics abliefern konnte, führe ich fast direkt auf diese gut gemeinten Worte von Yuki zurück.

Und nach diesen Jobs in High-Stack-Musicals habe ich nicht gesucht, selbst das Zusammentreffen mit Uwe Hesse im Rahmen meiner Praktikumssuche war irgendwie schicksalhaft:

Ich gehe in die Medienwerkstatt, um nach Praktikumsmöglichkeiten zu suchen.
Uwe ist Kunde und holt eine Kamera aus der Wartung ab.
Hört das Gespräch zwischen dem Inhaber und mir und spricht mich an:
„Was für eine Ausbildung machst du? Und was kannst du? Welche Programme kannst du bedienen?“

Ich zähle auf, wir vereinbaren einen Termin, und ich darf fortan in die Welt von Uwe Hesse eintauchen, zumindest in seine Welt auf dem Fürstenwall.